Im Endspurt vor der WWDC haben sich die Gerüchte schier überschlagen, teilweise sind bereits gesicherte Informationen durchgesickert. Phil Schiller wird heute das iPhone OS 3.0 und Snow Leopard vorstellen, neue iPhones dürfte Apple zum Auftakt der Entwicklermesse in San Francisco ebenfalls präsentieren. So bleibt für die nächste iPhone-Generation das zu erwarten, was seit Wochen bereits im kleinsten Detail besprochen wurde: Schnellerer Prozessor (ARM Cortex-A8 als sehr wahrscheinlicher Kandidat), bessere Grafik, verdoppelter Arbeitsspeicher, verdoppelter Speicherplatz, HSPA und 802.11n, Magnetometer, Videotauglichkeit, eine bessere Kamera mit Autofokus zum Nachjustieren, vielleicht sogar etwas mehr Akkulaufzeit und das alles in einem offenbar weitestgehend vertrauten Gehäuse. Spannend bleibt insbesondere die Namensgebung der nächsten iPhone-Generation, der letztendliche Erscheinungstermin mit den landesspezifischen Vertragskonditionen und ob Apple das 8GB iPhone 3G tatsächlich in vergünstigter Form im Programm behält.
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Neben der deutlich gestiegenen Userbasis in den letzten zehn Jahren, kündigt Phil Schiller ein MacBook Pro an das eine nicht austauschbaren Akku besitzt, bis zu sieben Stunden durchhalten kann. Die Nutzungszeit bis zum Austausch soll bei 5 Jahren liegen, also länger halten, als gewöhnliche Akkus. Wie beim MacBook Pro gibt es im Falle eines Defekts ein Austauschprogramm. Das neue Display des MacBook Pro verfügt über einen 60 Prozent höheren Farbraum. Anstatt Express-Card setzt Apple auf SD. DIe meisten Kunden wollen lieber die SD-Karte aus Digitalkameras nutzen und nicht mehr Express-Card, meint Apple. An Taktrate stehen bis zu 3,06 GHz zur Verfügung, wahlweise können bis zu 8 GB RAM verbaut werden. Der Preis fängt bei 1699 USD an.
Spezifikationen:
- bis zu 8 GB RAM
- bis zu 500 GB HD
- SSD mit bis zu 256 GB
- bis zu 3,06 GHz
Modell 1:
- 2,53 Ghz Core 2 Duo
- 250 GB Festplatte
- Nvidia 9400M Grafikkarte 1699 US$
Modell 2:
- 2,66 Ghz Core 2 Duo
- 320 GB Festplatte
- Nvidia 9400M + 9600M GT Grafikkarte 1999 US$
Modell 3:
- 2,8 Ghz Core 2 Duo
- 500 GB Festplatte
- Nvidia 9400M Grafikkarte + 9600M GT Grafikkarte 2299 US$
Optisch unterscheidet sich das Gerät nicht vom Vorgänger. Im Vergleich zum Vorgängermodell sind die Preise anscheinend deutlich gesunken.
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Auch am 13-Zoll-MacBook hat Apple gearbeitet, durch neue Optionen soll es ebenfalls Pro-Anwender ansprechen. 500 Gigabyte Festplattenspeicher gibt es ebenso wie optional 256 Gigabyte Flash. Firewire 800 ist im 13-Zoller ebenso neu wie der SD-Slot. Das Standardmodell mit 2 Gigabyte DDR3-Speicher kostet 1199 US-Dollar mit 160 Gigabyte Festplatte. Wie beim MacBook Pro werden nun 8 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Das Einstiegsmodell bei den 13″ MacBooks kostet 1199 US$.
Das 13″-Modell scheint nun auch das MacBook Pro-Label zu tragen, es wird nicht mehr nur MacBook genannt.
Modell 1:
- 2,26 Ghz Core 2 Duo
- NVidia 9400M-Grafikkarte
- 160 GB Festplatte
- SD Card
- 1199 US$
Modell 2:
- 2,53 Ghz Core 2 Duo
- NVidia 9400M-Grafikkarte
- 250 GB Festplatte
- SD Card
- 1499 US$
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Das MacBook Air wird ab sofort für 1499 US$ angeboten, mit 256 GB SSD-Festplatte 1799 US$ (700 US$ weniger als zuvor).
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Detailverbesserungen von Snow Leopard.
- 90 Prozent aus Leopard wurde in Snow Leopard verbessert
- Die UI des Finders hat sich nicht geändert, große Teile des Hintergrundes sind aber neu
- Exposé wurde ins Dock integriert
- Die Installation von Snow Leopard ist 45 Prozent schneller
- Snow Leopard belegt 6 GB weniger Speicher auf der Festplatte
- Vorschau öffnet jpegs doppelt so schnell
- Chinesische Zeichen lassen sich auf dem Trackpad “malen”
Mail ist 2,3x schneller beim Verschieben von Nachrichten, 1,9x schneller beim Suchen. Ebenfalls schneller: Der Programmstart (1,8x)
Safari 4 final heute! (Anscheinend keine neuen, bis jetzt unbekannten Funktionen)
- Safari: ACID3-Test mit 100 % bestanden
- Safari: Neue Funktion namens Crash Resitance. Wenn ein Plugin abstürzt, beendet Safari sich nicht mehr
QuickTime:
- HTTP-Streaming
- Hardware-Beschleunigung
- Modernerer Unterbau
- funktioniert mit jedem Webserver wie z.B. Apache
- Neue UI
- ColorSync
Nun werden die neuen Funktionen aus Snow Leopard gezeigt, so zum Beispiel die Vergrößerung von Icons, das direkte Abspielen eines Filmes im Dateisymbol sowie das Dock-Exposé.
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Neue Funktionen in Snow Leopard
1) 64 Bit
- Vorteil: Mehr als 4 GB Arbeitsspeicher pro Programm adressierbar
- Alle größeren Programme im System sind jetzt auf 64 Bit-fähig
2) Grand Central
- immer mehr Rechner haben mehrere Prozessorkerne
- Grand Central ermöglicht es, diese System effizienter auszunutzen
- Apple erweiterte dazu die Programmiersprache und führte ein zusätzliches objektorientiertes API und Programmierwerkzeuge ein
Bertrand Serlet zeigt jetzt, wie Mail die Technologie aus Snow Leopard nutzt. Wie es zu erwarten war, liegt dabei weniger Rechenleistung brach.
3) Open CL
- Grafikkarten stellen Teraflops an Leistung bereit, werden aber meistens nicht genutzt
- Apple stellt durch das Open-CL-API auch diese Leistungsreserven zur Verfügung
Das Update wird ab September für 29 Dollar verfügbar sein. Anscheinend wird Mac OS X 10.6 Snow Leopard nur auf Intel Macs laufen, nicht auf PowerPC-Maschienen.
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Nach Snow Leopard ist das iPhone bzw. das iPhone OS an der Reihe.
- Im App Store befinden sich inzwischen mehr als 50.000 Applikationen.
- Bislang wurden mehr als 40 Millionen iPhones und iPod touch verkauft
- Innerhalb von 9 Monaten gab es bekanntlich mehr als eine Milliarde Downloads von Programmen aus dem App Store
Es geht, wie erwartet, um das iPhone OS 3. 100 neue Features sind Bestandteil der neuen Version, einige sollen nun gezeigt werden. Wer das OS-Event im März verfolgt hat, kennt die Neuerungen bereits. Landscape-Modus in den wichtigen Apple-Programmen, Copy & Paste, MMS …
Die Gerüchte bestätigten sich: Filme, Serien und Audiobücher lassen sich jetzt auch unterwegs laden bzw. mieten. Auch iTunes U und die Kindersicherung werden unterstützt.Das iPhone funktioniert jetzt auch als Modem. Hat man unterwegs kein WLAN, so hält das iPhone als mobiles Modem her. USB bzw. Bluetooth werden dazu benötigt, dies klappt unter OS X und Windows. Keine spezielle Software notwendig, auch nicht unter Windows. Auch hier ist AT&T anscheinend langsamer: Die meisten Anbieter unterstützen das so genannte “Tethering”, AT&T wohl nicht.
Verlorene iPhones lassen sich einfacher wieder finden, sofern man es verlegt hat. “Find my iPhone” hilft dabei. Dazu wird aber MobileMe vorausgesetzt. Dabei kann man das iPhone dazu bringen, einen Ton abzuspielen, damit man das iPhone wiederfindet, auch wenn es auf Vibrationsalarm steht. Außerdem lässt sich hierüber auch das iPhone komplett zurücksetzten, wenn es gestohlen wurde.
Wie schon seit der iPhone 3.0 Beta bekannt kann man nun in Programmen auf dem iPhone neue Inhalte hinzukaufen wie Beispielsweise Bücher, neue Levels und Spielgegenstände. Scott zeigt gerade das neue Peer-To-Peer-Netzwerk zwischen iPhones, mit dem sich Spiele gegeneinander spielen lassen ohne dabei einen WLan-Access-Point nutzen zu müssen.
Forstall verspricht auch, dass das Surfen mit iPhone und iPod touch dem Surfen am Mac ähnlicher wird: durch mehr Geschwindigkeit, Unterstützung für HTML 5 und das Streamen von Audio- und Video. Von Flash allerdings spricht er nicht, wen wundert’s.
Wenn das Gerät geklaut wurde, lässt es sich auf einen Knopfdruck aus dem Browser heraus komplett löschen, alle Daten verschwinden dann im Nirvana.
Erneut wird nun die Google-Maps-Integration direkt in Drittherstellerapplikationen gezeigt. Die Push-Dienste, deren Tests vor einigen Tagen endete, wurden besprochen. Navigationlösungen und viel mehr Hardware-Zubehör wird es geben, Apple hat die entsprechenden Schnittstellen geöffnet. Jede App kann zum Beispiel Google Maps einbinden.
Peter-Frans Pauwels, CTO und Mitgründer von TomTom zeigt nun eine echte Navigationsapplikation für das iPhone. Portrait wie auch Landscape-Modus werden unterstützt, außerdem werden die Navigationshinweise gesprochen ausgegeben. TomTom liefert für das iPhone einen Kit zum Befestigen des iPhones an der Windschutzscheibe aus. Mit diesem Kit wird das GPS-Signal verstärkt und man kann Anrufe tätigen, ohne das iPhone anzufassen.
Das iPhone OS wird am 17. Juni für alle iPhone-Kunden ohne Kosten und wie schon erwähnt für Besitzer eines iPod touch für 9,95 Dollar erscheinen. Auf Grund gewisser Vorschriften in den USA ist es Apple nicht erlaubt, das Update kostenlos anzubieten. Dies hatte Apple einmal in einer offiziellen Stellungnahme bei einem früheren Update verkündet.
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iPhone GS
Nun stellt Apple das iPhone 3GS vor. Das S steht für Speed. Das Design ist im Vergleich zum iPhone 3G nahezu unverändert. Es würde sich um das schnellste und performanteste iPhone bisher handeln. Im Vergleich zum iPhone 3G ist alles schneller, ein willkürlicher Programmstart ist über doppelt so schnell. In einem Javascript-Test brauchte das iPhone 3G 43 Sekunden, das iPhone 3GS nur 15 Sekunden. Für Spieleentwickler steht auf dem 3GS OpenGL ES 2.0 zur Verfügung, außerdem wird 7,2 Mbps HSDPA unterstützt. Ebenfalls neu: Eine bessere Kamera. Die neue Kamera bringt einen 3 Megapixel-Sensor sowie Autofokus mit.
Videos können direkt auf dem iPhone geschnitten werden. Außerdem können die gedrehten Filme per MMS und Email verschickt werden und direkt auf YouTube und MobileMe hochgeladen werden. Ein API steht für Entwickler ebenfalls zur Vergügung, um die neuen Funktionen in Drittherstelleranwendungen einbauen zu können.
Voice Dialing: Wahl per Sprachsteuerung ist nun auf dem 3GS möglich. Dazu kann in einer beliebigen Applikation der Home-Button für ein paar Sekunden gedrückt werden und schon kann man den Namen der anzurufenden Person sagen. Außerdem kann man auch die iPod-Anwendung per Sprache steuern. Sogar die Genius-Funktion kann per Sprache gesteuert werden: “play more songs lke this”. Ferner hat Apple einen digitalen Kompass in das 3GS integriert. Dies funktioniert auch in der Google-Maps-Applikation, um die Karte nach Blickrichtung auszurichten. Voice-Over wird genau wie auf dem Mac unterstützt: Hält man den Finger über einen Text, liest das 3GS diesen vor. Für Unternehmen bietet das 3GS eine eingebaute Hardware-Verschlüsselung an.
Trotz der gestiegenen Leistungswerte konnte Apple die Akku-Laufzeit verlängern: 12 Stunden Sprechzeit mit 2G-Netzwerk, 5 Stunden mit 3G Netzwerk. Das 3GS lässt sich 9 Stunden mit WiFi nutzen, 10 Stunden zum Video abspielen und 30 Stunden Audio Playback.
Das gerade vorgestellte iPhone 3GS 16GB kostet 199 US$, die 32GB-Variante 299 US$. Das alte iPhone 3G ist für 99 US$ zu haben als 8GB-Version. Das iPhone 3G für 99 US$ wird ab heute verfügbar sein. Ab dem 19.Juni wird das 3GS verfügbar sein.
Mit einem Überblick über die heute vorgestellten Neuerungen beendet Apple die Keynote.
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