Apple hat am vergangenen Mittwoch per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass im abgelaufenen 2. Geschäftsquartal 2009 ein Rekordergebnis von 1,21 Milliarden US$ Gewinn bei einem Umsatz von 8,16 Milliarden US$ erwirtschaftet wurde. Im Vorjahresquartal wurde ein Gewinn von 1,05 Milliarden US$ bei einem Umsatz von 7,51 Milliarden US$ erzielt. Es wurden im abgelaufenen Quartal insgesamt 2,22 Millionen Macs verkauft, 11,01 Millionen iPods und 3,79 Millionen iPhones. Im Vorjahresquartal waren es 2,289 Millionen Macs, 10,6 Millionen iPods und 1,7 Millionen iPhones. Einzig die Mac-Verkäufe blieben auf Vorjahresniveau, was aber angesichts der sehr schwierigen Marktsituation ein äußerst gutes Ergebnis ist.
Finanzchef Peter Oppenheimer freut sich über ein Rekordergebnis. Abgesehen von den Jahreschlussvierteln mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sei das vergangene Vierteljahr das beste der Unternehmensgeschichte gewesen. Apple habe nun 29 Milliarden US-Dollar in der Kasse.
Im anschliessenden Conference Call gingen Oppenheimer und Cook auf die geschrumpften Umsätze mit der Mac-Sparte (22 Prozent weniger bei den Desktops, 12 Prozent weniger bei den Portables — insgesamt 16 Prozent weniger Umsatz mit Macs im Vergleich zum Zeitraum Januar bis März 2008) ein verwiesen auf die gesunkene Nachfrage im Pro– und Edu-Sektor. So verschoben sich bei den erst zum Ende des Quartals im März aktualisierten Desktop-Macs die Verkäufe eher zum Mac mini und fielen beim Mac Pro schwächer aus. Bei den Notebooks verhielt es sich ähnlich, auch hier griff ein höherer Anteil der Käufer zum 999 Euro-Plastik-Modell, das Ende Januar aktualisiert worden war.
Das restliche Gespräch mit Analysten (nachzuhören bei Apple) verlief in einem erwartungsgemäßen Rahmen — Steve Jobs soll plangemäß Ende Juni zurückkehren, Apple möchte das iPhone innerhalb eines Jahres nach China bringen und zum Palm Pre ließ sich Cook nichts entlocken.
Apple übertraf mit dem Gewinn die Schätzungen der Analysten. Die Aktie legte nachbörslich zu. Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet der für seine zurückhaltenden Prognosen bekannte Konzern mit einem Umsatz zwischen 7,7 und 7,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 0,95 bis 1,00 Dollar betragen.
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