In meinem Test zum neuen iPod shuffle gehören Qualität, Verarbeitung, Klang und Akkulaufzeit zu den Bewertungskritierien.
Rahmendaten:
- 4 GB Flash-Laufwerk
– bis zu 1.000 Songs im 128 KBit/Sek. AAC-Format
– Unterstützte Audioformate: AAC (16 bis 320 KBit/Sek.),
– Protected AAC (aus dem iTunes Store),
– MP3 (16 bis 320 KBit/Sek.), MP3 VBR, Audible (Formate 2, 3 und 4),
– Apple Lossless, WAV und AIFF
– Kopfhörer mit Bedienelement
– Integrierte wiederaufladbare Lithium-Polymer-Batterie
– Wiedergabedauer: bis zu 10 Std. bei voller Ladung
– Preis 75 €
Abmessungen und Gewicht:
- HxBxT (mm): 45,2 x 17,5 x 7,8
– Gewicht : 10,7g
Besonderheiten:
- Kleine Bauweise
– Sprachsteuerung (Titelansage genannt VoiceOver)
Verarbeitung:
Der neue Kleine besticht durch seine schmale Bauweise, die nur zustande kam weil Apple das Bedienkonzept vom eigentlichen Gerät in den Kopfhörer verlagerte. Das Gerät gibt es in silber und in Schwarz. Im Gegensatz zum Vorgänger wurde der Halteclip deutlich verstärkt. Er besteht nun nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus Metall, wirkt stabiler und lässt sich nicht so leicht verbiegen.
Bedienung:
Da Apple beim neusten Modell auf die typische Nachbildung des Click-Wheels verzichtet hat, die gesamte Steuerung in den Kopfhörer verlagerte, erfordert die Bedienung ein bißchen Gewöhnungszeit. Vorallem das springen zwischen Wiedergabelisten und einzelnen Titeln erfordert Drückkombinationen die zwar in der Kurzanleitung beschrieben werden, auf Anhieb aber nicht immer funktionieren.
Zudem ist das Steuerelement extrem dünn gehalten, es fühlt sich recht zerbrechlich an, funktioniert aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit tadellos.
VoiceOver
Erstmals in der Geschichte des iPods setzt Apple zusätzlich eine Art Sprachsteuerung ein. Sinn von VoiceOver ist eigentlich das Vorlesen von sämtlichen Inhalten auf einem Computer. Vornehmlich für Sehbehinderte konzipiert werden auf dem iPod Inhalte wie Titel, Interpreten oder Wiedergabeliste akustisch wiedergegeben. Auch hier sind Druckkombinationen nötig die für ungeübte gewöhnungsbedürftig sind. VoiceOver ist aber in seinem jetztigen Zustand und Entwicklung sicher noch ausbaufähig. An der Schnelligkeit sollte gearbeitet werden, auch wären andere “weichere Stimmen” wünschenswert.
iPod befüllen
Das Übertragen von Musik geht wie gewohnt recht einfach. Nach dem Einstecken in den Rechner und einer kurzen Registrierung wird die Speicherbelegung, Ladezustand über iTunes angezeigt. Verbessert worden ist im Vergleich zum Vorgänger der Umgang mit Podcasts. Ein entsprechender Podcast-Reiter taucht in iTunes 8.1 auf und erlaubt das automatische Abgleichen abonnierter Podcasts. Der 3G iPod shuffle kann damit ebenso mit Musik und Podcasts über iTunes befüllt werden wie jedes andere iPod-Modell auch.
Das übertragen von 1GB Musik mit einer Datenrate zwischen 128kbits und 320kbits dauerte bei einem iPod shuffle 8min 11sek. Im Wettrennen mit einem aktuellen iPod Nano dauert die gleiche Menge nur 1min 40sek. Der Kleinste in der iPod-Familie braucht also fast 8 Mal solange, was wohl auf den langsamen Flashspeicher zurückzuführen ist.
Akkulaufzeit
Im Langlauftest brachte es der shuffle auf über 10 Stunden Musikgenuss. Vorraussetzung dafür war ein Dauerlauf ohne Unterbrechnung, Titel springen oder ständige Lautstärkenregulierung. Genau gesagt hielt er fast 12 Stunden durch, bis die weniger schöne Computerstimme sagte das der Akku bald leer sei.
iPod shuffle als USB-Stick
Der shuffle ist auch als USB-Speicherstift nutzbar: Sie verbinden das Gerät über das mitgelieferte USB-Kabel mit Ihrem Computer und legen in iTunes fest, wie viel Platz Sie für den Datentransport freigeben möchten. Wenn das erledigt ist, können Sie den Musikspieler an jedem Rechner auch ohne iTunes mit Dateien beladen und als USB-Stick nutzen. Für das Bespielen mit Liedern ist natürlich weiterhin das iTunes notwendig.
Fazit
Der iPod shuffle ist relativ gut verarbeitet, bietet einen guten Klang und der Akku hält das was er laut Hersteller verspricht. Durch Unterstützung von Podcasts, und das Abspielen von Apple Lossless wurde der shuffle gut ausgestattet. Minuspunkte sammelt der Kleinste durch seine recht langsame Übertragungsrate beim befüllen — VoiceOver ist zudem manchmal langsam. Und vorallem die Bedienelemente im Kopfhörer sind gewöhnungsbedürftig, und wirken zerbrechlich.
Weitere Informationen und Links:
- Apple_Lossless
– Website zum iPod Shuffle
– VoiceOver
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