Variable Preise im iTunes Store ab 7. April ?

Apple hat die Plat­ten­la­bels offen­bar darüber informiert, dass ab 7. April ein neues Preis­mod­ell im amerikan­schen iTunes Store starten soll. So sollen die Preise für aktuelle Hits und Klas­siker auf $1,29 steigen, während der Preis für aus­gewählte andere Songs gesenkt wird.
Bis zu 30 Prozent Preis­er­höhung ste­hen der bei der Mac­world vorgestellte Abkehr von DRM in Form von iTunes plus entgegen.

Im Jan­uar wurde eine Verän­derung des Preis­mod­ells im iTunes Store angekündigt, basierend auf den Großhan­del­spreisen der Labels. Ziel der geplanten Preis­er­höhung bzw. –senkung: Mehr Einkün­fte durch den Verkauf von Songs erwirtschaften. Die Musikin­dus­trie war eine der ersten Indus­trien, die von der Wirtschaft­skrise betrof­fen waren, die CD-Verkäufe sinken nach wie vor stetig. Die Wirtschaft­skrise aber ist auch einer der Fak­toren, den Kri­tiker des neuen Preis­mod­ells her­vorheben: Wenn das Geld ohne­hin schon knapp ist, ist die Bere­itschaft, noch mehr als vorher für Musik auszugeben, geringer als sonst. Ted Cohen, ehe­ma­liger Leiter der EMI-Musikabteilung, hält das neue Preis­mod­ell für einen Alb­traum, vor allem für die PR: “Das ist für die Musikin­dus­trie das, was die Bonuszahlun­gen der AIG-Bank für die Ver­sicherungs­branche sind.”

Auch Jim Guerinot, Man­ager von Bands wie den Nine Inch Nails und No Doubt, bringt es auf den Punkt: “Würde es nicht mehr Sinn ergeben, die Preise zu senken, anstatt aus den weni­gen Kaufwilli­gen noch das let­zte her­auszu­quetschen?“
Im Gegen­zug zur Preis­er­höhung sollen die gekauften Songs stan­dard­mäßig DRM-frei sein und auf jedem Gerät abspiel­bar und beliebig oft kopier­bar sein.

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